Gebiet am Es Trenc soll zu einem Naturschutzgebiet erklärt werden

Am Freitag, den 13.01.17 hat die Balearen-Regierung den lang geplanten Gesetzentwurf, der vor sieht, ein Gebiet am Es Trenc zu einem Naturschutzgebiet zu erklären, an das Parlament abgegeben. Laut Mallorca Zeitung handele es sich hierbei um die endgültige Fassung des Gesetzestextes, der plant, 2.226 Hektar Wasser- und 1.448 Hektar Landfläche rund um den Sandstrand Es Trenc unter Naturschutz zu stellen. Im Züge dessen würde laut dem Bericht die Zahl der Parkplätze auf 1.500 reduziert werden. Busse sollen den beliebten Naturstrand weiter anfahren können, um Touristen in das Gebiet zu befördern, auch sollen die Aktivitäten für Besucher am Strand und auf dem Meer nicht eingestellt werden. Verhindert werden soll durch diesen Schritt die Zerstörung und Verschandelung der Umwelt am Es Trenc Strand, der im Sommer von zahlreichen Touristen aufgesucht wird. Schon jetzt ist der Es Trenc Strand einer der letzten Naturstrände der Insel, von Hotelhochburgen blieb das Gebiet bislang verschont.

Vegetation soll am Es Trenc Strand außerdem geschützt werden

Neben einer Einschränkung für Autofahrer soll aber auch der Strandabschnitt an sich geschützt werden. In den vergangenen Jahren seien aufgrund der Zerstörung von Dünen viel Sandfläche verloren gegangen. Einfachen Beweis für diese Aussage zeigen die bekannten Bunker am Es Trenc Strand. Diese waren einst weit entfernt vom Wasser und die Sockel waren von Sand bedeckt. Heute stehen sie nur wenige Meter vom Meer entfernt.

Karibik am Mittelmeer

Der lange Strandabschnitt ist am türkiesfarbenen flachem Mittelmeer gelegen, welches viele Meter begehbar ist. Der „Es Trenc“ Strand ist in eine einzigartige Dünenlandschaft gebettet und erstreckt sich an den verschlafenen kleinen mallorquinischen Orten „Sa Rapita“, „Ses Covetes“ und „Es Trenc“. Rund 1.400 Hektar Landschaft stehen hier unter Naturschutz. Diese atemberaubende Kulisse sollte mit dem Bauvorhaben eines Nobelhotels getrübt, der ruhige Ort der Erholung durch Baulärm gestört werden.

Claudia Borchers
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