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Vorerst kein Umbau der Playa de Palma

Nun also doch: nach jahrelangen Planungen und Vorbereitungen sind die Umbauarbeiten der Playa de Palma zur “Copacabana Europas” erst einmal auf unbestimmte Zeit verlegt worden. Der Grund für die Verschiebung sind nach Angaben der Planer der große Widerstand in der Bevölkerung.

Seit über sechs Jahren schon laufen die Planungen für den Umbau der jetzigen Playa de Palma. Dafür wurde sogar eigens ein Konsortium aus der spanischen Zentralregierung, der Regierung der Balearen, dem Inselrat und den zuständigen Gemeinden Palma und Llucmajor gegründet. Schon im September 2004 hieß es, der Umbau der Playa de Palma sei gebilligt. Bis zum Jahr 2020 sollten insgesamt rund vier Milliarden Euro in die Umgestaltung der Playa de Palma gesteckt werden – und bereits 2008 stand das ganze schon einmal auf der Kippe – denn durch die Finanzkrise war die Finanzierung alles andere als sicher.

Für den jetzigen Baustopp und die Verschiebung des Umbaus auf unbestimmte Zeit werden vom Konsortium vor allem die Einsprüche der Anwohner angeführt – keiner hatte mit einem so großen Widerstand auf den Seiten der Bevölkerung gerechnet. Angeblich wurden 1.335 Einwendungen von Anwohnern, Geschäftsleuten und sogar den politischen Parteien eingereicht worden. Kleine, einzelne Sanierungsprojekte, die die Zustimmung von allen beteiligten haben, sollen aber trotzdem umgesetzt werden.

Bis wann man mit einer Einigung rechnen darf, ist ungewiss. Grund dafür dürften auch die anstehenden Regionalwahlen im Mai sein – denn keine der regierenden Parteien möchte unpopuläre Entscheidungen treffen – und sich dadurch selbst ins politische Aus stellen.

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