Petermännchen: Gefährlicher als Feuerquallen!


Das Strahlen-Petermännchen (Trachinus radiatus), ein giftiger Fisch mit einem Verbreitungsraum vom Senegal bis Marokko, treibt laut Rettungschwimmern derzeit in außergewöhnlich großer Zahl in den Gewässern vor Mallorca sein Unwesen. Besonders betroffen sind die Bucht von Alcúdia und die Strände von Santanyí.

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Alleine am Strand von Es Trenc mussten seit Mitte Juni bereits rund 30 Badegäste mit Hautverbrennungen behandelt werden. Das Strahlen-Petermännchen zeichnet sich durch giftige Stacheln am Körper aus. Bei Kontakt mit dem Fisch kann es bei Badenden zu gefährlichen Hautverbrennungen kommen, die in der Regel schwerwiegender sind als die von Feuerquallen hervorgerufenen.

PetermaennchenDurch ihre giftigen Flossenstacheln und die Gewohnheit, sich in Strandnähe in Sand oder Schlamm einzugraben, stellen einige Arten eine Gefahr für Badegäste dar. Sie zählen zu den gefährlichsten europäischen Gifttieren, ihr Gift besteht aus einer Vielzahl von Proteinen und wirkt als Nerven- und Herzgift. Eine Vergiftung verläuft zwar in der Regel nicht tödlich, sie verursacht aber oft starke, meist sehr schmerzhafte Schwellungen, die sehr lange anhalten können. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.
Quelle: Foto und mehr Infos unter Wikipedia

(as)

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Kommentare

11 Kommentar für "Petermännchen: Gefährlicher als Feuerquallen!"

  1. Hartmut V. schrieb am 15. Jul 2007 um 23:15

    Hallo,
    als ein Betroffener, jedoch bereits vor 3 Jahren und zwar an der Südküste von Kreta möchte ich darauf hinweisen, dass die Wirkung des Petermännchenstichs mit Hautverbrennungen nichts zu tun hat, sondern eher wirkt wie der Schlangenbiss einer Viper – also völlig anders, als die Brennquallenwirkung.

    Mich hatte es beim Schnorcheln am re. Brustmuskel erwischt. Die Schmerzen im gesamten Oberkörper (vorn ganzflächig bis hinten zur Mitte und im rechten Arm bis zum Ellenbogen) wurden über 4-6 Std. immer stärker und blieben über 24 Stunden unerträglich. Starke Schmerzmittel halfen nur gering. Begleitet war das Ganze von Kurzatmigkeit und sehr schnellem Puls. Gefühllos (über Monate) wurde der direkte Umkreis von 5 cm um die Stichstelle. Die Schwellung erreichte ein Maß, dass die re. Brust eine stark weibliche Form annahm.

    Nach einigen Tagen erfolgte eine Abschwellung zur Hälfte, aber so blieb es mit stark verhärtetem Gewebe über mehr als 6 Wochen. Joggen war erst nach 2 Monaten wieder möglich. Bis heute ist eine deutlich fühlbare Delle unter der Haut mit 5 cm Durchmesser und 1,5 cm Tiefe, wo das Gewebe abgestorben ist. Lange Zeit war es schwarzblau und viel später wurde es abgebaut. Man fühlt dort, dass etwas fehlt, als sei es unter der Haut herausgeschnitten. Grüße, HV

  2. Andreas Schneider [www] schrieb am 16. Jul 2007 um 16:01

    Hallo Hartmut,
    danke für Deine Aufklärung. Ohne Worte – wieso hat der Fisch dann überhaupt einen so harmlosen Namen bekommen? “Petermännchen” klingt eher nach was harmlosen anstatt nach so einem Gifttier.

  3. ManfredS schrieb am 8. Okt 2007 um 18:18

    Ich habe leider auch schon unliebsame Erfahrung mit dem “Petermännchen” gemacht. Er heißt dort auch Arana oder auch Aranah. In Can Picafort war es. Rauhe See mit schönen Wellen. Ich hatte eine Luftmatratze zum “Draufspringen” und immer noch Meeresboden unter den Füßen. Auf einmal dachte ich in eine Glasscherbe getreten zu haben. Ich bin aus dem Wasser raus und es lief auch Blut aus der Fußsohle zwischen meinem dicken und dem nächste Zeh. Ich bin dann in das Hotelzimmer und merkte dass die Schmerzen immer unerträglicher wurden. Glaubte immer noch an eine Glasscherbe. Vom Hotelpersonal wurde dann ein Arzt aus Alcudia geholt, der sofort den Stich durch Arana (Petermännchen) diagnostizierte und mir auch eine Spritze und Medikamente gab. Die Schmerzen wurden unerträglicher und zogen durch den ganzen Körper bis in die “Haarspitzen”. Ich bin einmal von 6 Wespen in den Kopf gestochen worden; das war harmlos im Vergleich zu den Schmerzen durch den “Petermännchen-Stich”!!!!
    Abends ließen die Schmerzen nach. Das Taubheitsgefühl in dem Stichbereich hielt lange an! Am nächsten Tag erzählte ein Einheimischer auch von einem Stich in seinem Arm, als sie einen Fisch im Netz hatten. Jetzt gehe ich nur noch mit Schwimmflossen ins Wasser.
    Wir waren auch dieses Jahr im Juni zwei Wochen am gleichen Strand mit unseren Kindern. Es ist keiner gestochen worden! Morgen fliegen wir wieder nach Malle, für eine Woche. Und ich gehe wieder ins Meer!

  4. Andreas Schneider [www] schrieb am 9. Okt 2007 um 00:17

    Hallo ManfredS,

    danke für den Bericht. Und eine “Petermännchenfreie” Zeit wünsche ich Euch!

  5. Schmitt Rosel schrieb am 21. Mai 2009 um 10:40

    Hallo,

    bin auch betroffen. Wurde vor einer Woche auf Korfu gebissen. Seitlich am Fuß. Er schwoll sofort sehr stark an und die Schmerzen waren unerträglich. Konnte kaum atmen vor Schmerzen. Die Badeaufsicht empfahl mir den Fuß in heisses Wasser zu stellen, was dann auch nach einer halben Stunde seine Wirkung zeigte. Der Schmerz ließ nach.
    Kann nur bestätigen, dass ich noch niemals solche Schmerzen aushalten musste.
    Jetzt nach einer Woche fängt plötzlich der Biss an fürchterlich zu jucken und um den Biss herum ist ein roter Hof. Kann mir jemand sagen wie ich mich verhalten soll? Mein Hausarzt meinte, er kenne sich da nicht aus und hat mich abgewiesen. Wer hat Erfahrung damit??
    Es fühlt sich auch an, als würde der Fuss wieder anschwellen.

    Wer weiss was ??

    LG

    Rosel

  6. Jenny Braun [www] schrieb am 9. Jul 2009 um 12:27

    Hallo Ihr Lieben…

    Ich war auch für 5 Tage in Malle. Schon am ersten Tag hat mit ein solcher “Spiderfish” also ein Petermännchen gestochen. Auch ich hatte das Gefühl, als sei ich in eine Glasscherbe getreten. Als es immer schlimmer statt besser wurde ( im Meer) bin ich zurück an den Strand. Das Brennen wurde immer schlimmer und ich suchte einen “Baywatchman” auf… Er hat sofort erkannt, dass es sich um einen Spiderfishbiss handelt. Ich musste ebenfalls meinen Fuß in heißes Wasser stellen und nach 15 – 20 Minuten ließ der Schmerz nach. Ich denke es war gut, dass ich nicht so lange gewartet habe, sondern gleich um Hilfe bat… So hat sich das Gift wohl noch nocht allzuseh verbreitet, sondern wurde recht schnell abgetötet. Scheiß Schmerzen !!! Heute (6 Tage danach) fühlt es sich so an, als würden viele Knorpel aufeinander reiben… Schmerzen in dem Sinn sind es aber nicht mehr… Naja – that´s life… War trotzdem ein geiler Urlaub… Liebe Grüße Jenny

  7. Peter schrieb am 8. Okt 2009 um 14:03

    Hallo Leidensgenossen,
    bin am 6. Oktober in einer Bucht bei MalPas von diesem Tier in die Fußsohle gestochen worden. Beiom raus , das wasser war vielleicht gerade noch 10 – 15 cm tief, verpührte ich plötzlich einen furchtbaren Schmerz. Ich drückte an der Stelle und es trat Blut aus. War vielleicht gut so, denn dadurch wurde wahrscheinlich Gift mit ausgeschwemmt. Herrgott war das ein Schmerz. Bin dann aufs Zimmer und nahm ein Antihistamin ein, etwas zum entkeimen und behandelte mich mit dem Zapper. Einheimische nannten mir dann den Namen des Fisches: ARANA und rieten mir zum Arzt zu gehen; allerdings flogen wir am nächstn Morgen schon nach Hause. Meine Ärztin hatte ein gleiches Erlebnis auf Malloca. Eines weiß ich genau: nie wieder ohne Badeschuhe ins Wasser.

    Peter

  8. Tina schrieb am 23. Jul 2010 um 16:48

    Hallo Ihr Lieben,

    ich bin vor genau einer Woche an der Playa de Palma im seichten Wasser auf ein Petermännchen getreten. Mein Glück war, ca 50m weiter am Strand war sofort das Rote Kreuz. Ich hatte also genau 10 Minuten später meinen Fuss schon in einem Eimer heissem Wasser stehen. Das hat glaube ich Schlimmeres verhindert. Ich hatte nach ca 30 Minuten schon sehr viel geringere Schmerzen und heute, eine Woche später ist alles ok. Bin auch am nächsten Tag wieder ohne Badeschuhe im Wasser gewesen, denn mir wurde versichert, das es sehr sehr unwarscheinlich ist, nochmal draufzutreten. Ich kann nur jedem empfehlen, nicht zu warten sondern SOFORT den Fuss in einen Eimer heisses Wasser zu stellen.

  9. Bernd schrieb am 24. Jul 2010 um 15:28

    SOFORT 1: Wenn es stark blutet, Blutung erstmal nicht stoppen und Gift ausschwemmen lassen. Nicht massieren und nicht die Durchblutung fördern.
    SOFORT 2: Dann sollte man das betroffene Körperteil so heiss wie für den Gestochenen gerade noch erträglich machen. Da das Gift auf Protein (Eiweiss) basiert, wird das Gift durch die hohe Temperatur zum Stocken gebracht und damit die Wirkung und die Verbreitung im Körper eingeschränkt. (In jeder Bar gibt es einen Wasserkocher; nicht verbrühen!). 30 Minuten Minimum.
    DANACH: kann man die betroffene Körperpartie noch mit Ammoniak betupfen, damit sich Aminosäuren und Proteine bilden, die auf vielfältige Weise das Gift und das betroffene Gewebe bearbeiten. (In jeder Apotheke gibt es Ammoniak-Mischung in verflüssigter Form; Nach dem Einsatz von Ammoniak nicht mehr erhitzen. Nur wenig einsetzen. Gase nicht einatmen.
    MITTELFRIST: Einen Arzt aufsuchen, wenn man ein Nierenproblem hat, wenn sich keine Linderung einstellt oder eine rötliche Reizung länger als 72 h besteht oder gar die betroffene Stelle sich dunkel färbt/taub wird.
    LANGFRIST: Als Revanche Restaurant aufsuchen und gegrilltes Petermännchen bestellen.

  10. Jörn schrieb am 24. Jul 2010 um 17:06

    Puh … Das alles hört sich absolut “ungeil” an! Da werde ich mir zweimal überlegen, ob ich unter den Umständen noch am Es Trenc baden gehe. Mist!

  11. Andreas schrieb am 24. Jul 2010 um 17:11

    Du kannst ja Strandschuhe anziehen…..solche, die auch die Taucher anhaben….Aqualung – Beachwalker – Strandschuhe um die 13 Euro…..auf jeden Fall angenehmer damit ins Wasser zu gehen, oder?

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