Herzschlagfinale in der Primera Division!


Noch drei Mannschaften können Meister in Spanien werden: Real Madrid und der FC Barcelona liegen vor dem letzten Spieltag punktgleich auf den Plätzen eins und zwei, zwei Punkte dahinter ist der FC Sevilla Dritter. An Dramatik kaum zu überbieten? Wenn nicht Real Mallorca gewesen wäre, dann vielleicht schon…

Die drei Topteams spielten zeitgleich. Tabellenführer Real gelang aber nur ein 2:2 in Zaragoza. Zweimal hatte Milito die Gastgeber in Führung gebracht, und beide Male hatte Reals Sturmtank Ruud van Nistelrooy ausgeglichen – das 2:2 fiel in der 89. Minute. Im Stadtduell hätte der FC Barcelona gegen Espanyol wieder an die Spitze klettern können, aber auch hier hieß es am Ende nur 2:2. Kuriose Parallelen: Messi traf für Barca doppelt (eines davon wie sein Vorbild Maradona mit der “Hand Gottes” – irregulär), Tamudo für Espanyol, und dessen
zweites Tor fiel erst in der 90. Minute. Real also trotz schlechterer Tordifferenz vorn, weil in Spanien der direkte Vergleich zählt.

War nun die Bahn frei für den FC Sevilla, der das direkte Duell mit Real gewonnen hat? Sevilla musste ins ONO Estadi nach Palma. Und gegen den Tabellendritten verkaufte sich das Team von Gregorio Manzano sehr teuer. In der 73. Minute flog Sevillas Verteidiger Ivica Dragutinovic vom Platz, und am Ende trennten sich beide Teams torlos 0:0. Real Mallorca ist damit Zwölfter und kann am kommenden Wochenende mitentscheiden, wer die Meistertrophäe bekommt: Während die Manzano-Elf im Duell der “Königlichen” bei Real Madrid antritt,
fährt Barca zum Tabellenletzten nach Tarragona, und der FC Sevilla empfängt daheim den Sechsten FC Villareal.

Welch ein Finale! Und Real Mallorca ist mittendrin (statt nur dabei) als Zünglein an der Waage.
(Heiko aus Hamburg)

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