
Filmtipps 23.02.2012 – was läuft heute im TV
Welche Filme, Spielfilme und Dokumentationen laufen am Donnerstag, 23.02.2012 im deutschen Fernsehen?
Filme ab 12:00 Uhr | Filme ab 18:00 Uhr | Filme nach 0:00 Uhr
14:40 Uhr – arte
Inhalt: François Truffauts dritter Spielfilm ist zwar nach den beiden besten Freunden benannt, die im Paris des Ersten Weltkriegs wahrhaft unzertrennlich werden, aber eigentlich steht Jeanne Moreaus Catherine im Zentrum: Truffauts mysteriöseste, rätselhafteste Frauenfigur in der Galerie detailreicher Frauenporträts, die seine gesamte Karriere umspannt.
Basierend auf dem Roman von Henri-Pierre Roché, verfolgt Truffauts Film die dreißigjährige Freundschaft zwischen dem österreichischen Biologen Jules (Oskar Werner) und dem Pariser Schriftsteller Jim (Henri Serre) und das Dreiecksverhältnis, das entsteht, als die reizvolle Catherine aus dem Duo ein Trio macht. Diese spontane und lebhafte Frau mit intensiven, aber dynamischen Emotionen wird zur Achse, um die sich die Freundschaft der beiden dreht. Jules hofiert und heiratet sie, um dann festzustellen, dass ein einzelner Mann sie niemals halten könnte.
Truffauts tragisches Drama ist mit einer Fülle von Details angereichert: Es wurde in Schüben konzentrierter Szenen gedreht, ist durchzogen von Montage-Sequenzen und wird vom Kommentar eines allwissenden Erzählers zusammengehalten. Er gräbt tief in seinem Sack voller Nouvelle Vague-Tricks, um die sorglosen Jugendtage darzustellen — Zooms, Flash Cuts, Standbilder — die im Dunkel der Nachkriegsjahre zusammen mit der sich auflösenden Ehe verschwinden.
Werner ist exzellent als Jules, ein energiereicher junger Mann, dessen langsamer, melancholischer Übergang zum emotionalen Kompromiss sich in seinen zunehmend traurigen Augen und resigniertem Gesichtsausdruck widerspiegelt, während Serre Jim eher als ewiges Rätsel darstellt, gefasst und introspektiv. Aber beide werden vom Glanz von Moreaus strahlender Catherine in den Schatten gestellt: Sie ist impulsiv, anspruchsvoll, sinnlich, leidenschaftlich, zerstörerisch und letztlich unergründlich. Dies ist ein Meisterwerk der französischen Nouvelle Vague und einer von Truffauts selbstsichersten und besten Filmen. –Sean Axmaker
Darsteller: Jeanne Moreau, Oskar Werner, Henri Serre
Spieldauer: 103 Minuten
Preis: EUR 9,68
(3 Filmbewertungen)
37 neu & gebraucht ab EUR 5,65
20:15 Uhr – ARD
Donna Leon – Blutige Steine / Die dunkle Stunde der Serenissima
Inhalt:
Darsteller: Uwe Kockisch, Julia Jäger, Michael Degen
Spieldauer: 177 Minuten
Preis: EUR 9,99
(8 Filmbewertungen)
39 neu & gebraucht ab EUR 4,29
20:15 Uhr – vox
Inhalt:
Darsteller: Wesley Snipes, Ryan Phillippe, Jason Statham
Spieldauer: 102 Minuten
Preis: EUR 7,89
(29 Filmbewertungen)
71 neu & gebraucht ab EUR 0,92
22:15 Uhr – vox
Lethal Weapon 1 – Zwei stahlharte Profis
Inhalt: Lethal Weapon — Zwei stahlharte Profis
Mel Gibson avancierte mit diesem 1987 gedrehten Film in der Rolle eines vollkommen verrückten Polizisten, der ausgerechnet dem konservativen Seargant Murthaugh (Danny Glover) zugeteilt wird, zum Star. Der von Richard Donner inszenierte Actionfilm, ist der brutalste in der inzwischen aus vier Teilen bestehenden Serie. Er ist aber auch der Interessanteste.
Die Handlung ist nebensächlich. Wichtiger ist vielmehr, dass — nachdem Gibsons Charakter einen Selbstmörder an sich gekettet hat, um dann mit ihm in die Tiefe zu springen, und später seine Hände von Gary Busey (der einen eiskalten Killer spielt) verbrüht werden, ohne dass sie Schaden nehmen — in diesem Film der Moment kommt, an dem man glaubt, dass alles passieren kann. Was denn auch der Fall ist.
Richard Donners visuell seltsamer, in gewisser Weise unsauberer Inszenierungsstil verleiht dem Film nicht gerade eine angenehme Ästhetik, doch auf diese Art und Weise funktionieren alle vier Filme. Und ihr Erfolg an den Kinokassen hat wohl am eindrucksvollsten bewiesen, dass Donner es richtig gemacht hat. –Tom Keogh
Lethal Weapon 2 — Brennpunkt L.A.
Mit diesem schnell nach dem Erfolg des ersten Teiles gedrehten Sequels hat die Lethal Weapon-Serie bereits ihre Formelhaftigkeit entwickelt. Dies aber macht Teil 2 keinesfalls zu einem schlechten Film. Im Gegenteil. Joe Pesci tritt der Gemeinde bei, Richard Donner führt ein weiteres Mal Regie und Mel Gibson und Danny Glover spielen wieder einmal zwei LAPD-Polizisten, deren Beziehung, im Vergleich zum ersten Teil, enger geworden ist, nachdem Gibsons Charakter gelernt hat, mit der Trauer um seine verstorbene Frau zu Leben. Man kennt die Figuren und braucht sich nicht mehr mit deren Charaktereigenschaften zu befassen. So ist die zweite Geschichte um den tollkühnen Mel und den eher bedächtigen Danny um einiges witziger inszeniert als Teil 1. Diesmal, soviel sei zur Geschichte gesagt, stehen übrigens Drogen schmuggelnde, rassistische südafrikanische Diplomaten im Mittelpunkt der Geschichte, außerdem wird Gibson eine Freundin (Petsy Kensit) zur Seite gestellt.
Alles in allem kommt der Film behaglich daher — bis zum letzten Akt und seinem ultra-harten Showdown zwischen den Guten (die ganz schön etwas einstecken müssen) und den Bösen. Doch Vorsicht: Die FSK 16-Version ist wirklich übel geschnitten! –Tom Keogh
Lethal Weapon 3 — Die Profis sind zurück
Bei Lethal Weapon 3 — Die Profis sind zurück, dem schwächsten der ersten drei Filme dieser Reihe, kann man sich getrost zurücklehnen — es kommt einem so vor, als ob man sich in einem Klassenzimmer immer an den gleichen Platz setzt. Mel Gibson und Danny Glover spielen wieder die zwei Partner innerhalb der Polizei von Los Angeles, von denen der eine immer der Gefahr ins Auge blickt und der andere in Deckung geht (die Sequenz im Parkhaus, in der Mel Gibson versehentlich einen Schalter betätigt und so bei einer Zeitbombe die Uhr beschleunigt, ist unbezahlbar). Joe Pesci spielt wieder eine unentwegt plappernde Nervensäge, und obwohl man die Story so ziemlich vergessen kann, wird der beste neue Spannungspunkt der Reihe eingeführt: eine romantische Beziehung zwischen Mel Gibson und der von Renee Russo gespielten Polizistin, die genauso hart drauf ist wie er. –Tom Keogh
Lethal Weapon 4 — Zwei Profis räumen auf
In diesem vierten und letzten Teil der Lethal Weapon-Serie präsentiert Regisseur Richard Donner Mel Gibson und Danny Glover in ihren Rollen als Martin Riggs und Roger Murtaugh zu einem letzten Hurra in einem Film, der deutlich besser ist als seine Vorgänger. Dieses Mal müssen die beiden gegen Jet Li antreten. Li, Darsteller in Dutzenden von Hong Kong-Actionfilmen, spielt den stillen, aber unbezähmbaren Wah Sing Ku, den Anführer einer chinesischen Gangsterorganisation. Und obwohl Li gegen ein etabliertes Schauspielerensemble, das neben Mel Gibson und Danny Glover unter anderen Renee Russo und Joe Pesci umfaßt, antreten muß, bleibt Lis Darstellung am Ende im Gedächtnis haften.
Wie schon in den vorangegangen Filmen ist auch die Geschichte des vierten Teils simpel: Es wird etwas gestohlen, jemand wird gekillt und Murtaugh wird gegen seinen Willen in die Geschichte hineingezogen, während sich Riggs natürlich mit Vergnügen in den Fall stürzt. Wie schon in den ersten drei Teilen schaut man sich auch Teil vier vor allem wegen der hervorragenden Action und des Zusammenspiels der beiden Hauptfiguren an. Die Actionsequenzen sind exquisit, angefangen mit einer unglaublichen Eröffnungsszene, in der ein durchgedrehter Feuerteufel mit einem Flammenwerfer diverse Häuser anzündet und einen halbnackten, im Hähnchentanz stolzierenden Murtaugh jagt (nicht fragen, anschauen) — bis zum atemberaubenden Showdown, in dem der Film den großartigen Kampfkünsten Jet Lis einen angemessenen Tribut zollt. Und was das Zusammenspiel der beiden Hauptfiguren angeht, so hat man das Gefühl, man schaut die sechste Staffel einer TV-Serie. So vertraut sind die Figuren miteinander, so vertraut sind sie uns Zuschauern.
Der Film bietet darüber hinaus durchgehend Humor, er wird diesmal sogar noch im Vergleich zu den vorherigen Filmen getoppt, indem eine Nebenrolle mit dem amerikanischen Star-Komiker Chris Rock besetzt wurde, der keine Probleme damit hat, sich in das Star-Ensemble einzufügen.
Getragen wird der Film aber ohne wenn und aber von seinen beiden Hauptdarstellern, die sich auf dem absoluten Höhepunkt ihrer Partnerschaft befinden. Obwohl dies ihr letzter gemeinsamer Lethal Weapon-Streifen sein soll, kann man nur hoffen, dass man die beiden nicht zum letzten Mal gemeinsam vor der Kamera gesehen hat. –Jeremy Storey
Darsteller: Mel Gibson, Danny Glover, Gary Busey
Spieldauer: 105 Minuten
Preis: EUR 9,75
(48 Filmbewertungen)
38 neu & gebraucht ab EUR 1,20
22:25 Uhr – 3sat
Plenty – Eine demanzipierte Frau
Inhalt:
Darsteller: Meryl Streep, Charles Dance, Tracey Ullmann
Spieldauer: 119 Minuten
Preis: EUR 9,99
(5 Filmbewertungen)
15 neu & gebraucht ab EUR 6,69
23:30 Uhr – kabeleins
Inhalt: Die Klapperschlange ist einer jener wenigen Action/Sci-Fi-Filme, die das Prädikat “Meisterwerk” wahrlich verdient haben. 1981 entstanden, hat der Film bis zum heutigen Tage nichts, aber auch wirklich gar nichts von seiner Faszination verloren.
Snake Plissken (Kurt Russell) ist ein ehemaliger Elitesoldat, der in einer Welt der Zukunft (1997, der Film ist 1981 entstanden) verurteilt worden ist, im größten Gefängnis der Welt den Rest seines Lebens zu verbringen. Das Gefängnis ist die Insel Manhattan, ganz New York ist ein riesiger Gefängnisstaat. Manhattan, das bedeutet automatisch lebenslänglich. Genau über der Insel aber wird das Flugzeug des US-Präsident (Donald Pleasence) von Terroristen zum Absturz gebracht. Wird der Präsident nicht gefunden, droht der Dritte Weltkrieg, denn es schwelt ein Konflikt mit China, in dem der Präsident als Person unabdingbar ist. Plissken bekommt ein Angebot: Gelingt es ihm, den Präsidenten aufzuspüren und zu befreien, erhält er als erster Manhattan-Sträfling seine Freiheit zurück.
Plissken ist eine Figur des Italo-Western. Er ist wortkarg. Er kommt in eine Stadt, weil er einen Job zu erledigen hat. Werte besitzt er keine. Er ist ein Killer, der seinen Job erledigt. Für wen er diesen Job erledigt, ist ihm egal. Plissken ist aber kein Comic-Held, der beispielsweise vom Gefühl der Rache getrieben wird. Er ist ein Nihilist — und dies macht ihn vielleicht zum dunkelsten Filmhelden, den das Kino jemals erlebt hat. New York ist in John Carpenters düsterem Zukunftsalbtraum ein untergegangenes Babylon, in dem Hoffnung ein Fremdwort ist. Dass sich ausgerechnet hier das Schicksal der Welt entscheiden soll, ist eine bittersüße Ironie, wie sie in dieser Form nur in den 70ern und eben noch den frühen 80er-Jahren kompromisslos erzählt werden konnte, ohne Zugeständnisse an das Massenpublikum machen zu müssen.
Genau das aber macht diesen Film zu einem Meisterwerk des Genres — jener pessimistische Unterton, der dem Zuschauer von Anfang an ins Ohr flüstert, dass diese Geschichte nicht gut enden kann. Wie sie dann aber endet, welchen zynischen, und doch unendlich genialen Schlussgag sich Carpenter ausgedacht hat — das ist auch Jahrzehnte nach der Fertigstellung dieses Filmes ein Hammer. Die Klapperschlange ist ein Film, ohne den sich keine Action-/Sci-Fi-Filmsammlung als vollständig bezeichnen darf. –Christian Lukas
Darsteller: Kurt Russell, Lee Van Cleef, Donald Pleasence
Spieldauer: 95 Minuten
Preis: EUR 7,99
(64 Filmbewertungen)
8 neu & gebraucht ab EUR 3,95
00:20 Uhr – ARD
Inhalt: Nachdem er sich einer umstrittenen Anklage wegen Sex mit einer Minderjährigen in den USA durch eine Übersiedlung nach Paris entzogen hatte, schien sich der Regisseur Roman Polanski während der 80er Jahre im beruflichen Leerlauf zu befinden. Er drehte zwischen 1979 und 1988 lediglich einen Film — den verunglückten Piraten. Doch schließlich fand Polanski die Inspiration — und mit Harrison Ford einen großen Star –, um Frantic zu drehen: einen Thriller, der Polanskis Begabung, eine geheimnisvolle Atmosphäre des Schreckens, der steigenden Spannung und des ungewissen Schicksals zu schaffen, direkt in die Hände spielte.
Die Geschichte spielt in Paris (Polanski konnte nicht nach Hollywood, also kam Hollywood zu Polanski) und beginnt damit, dass ein amerikanischer Herzchirurg (Ford) mit seiner Frau (Betty Buckly) zu einem Medizinerkongress in die Stadt der Liebe reist. Sie nehmen sich ein Zimmer in einem piekfeinen Hotel, und in einer brillant inszenierten Szene begibt sich Ford unter die Dusche und kehrt schließlich ins Zimmer zurück, um festzustellen, dass seine Frau verschwunden ist. Dieses mysteriöse Verschwinden sowie die Verwechslung zweier identischer Gepäckstücke führt Ford in den Pariser Untergrund und verwickelt ihn in eine Verschwörung, die immer gefährlicher wird, je mehr er sich der Wahrheit hinter dem Verschwinden seiner Frau nähert.
Die Handlung wird zunehmend kompliziert, und das Tempo lässt in der überladenen zweiten Hälfte nach. Aber in den fähigen Händen Polanskis ist dieser Film mit Augenblicken echter Suspense in der Tradition des klassischen Thrillers gesegnet. –Jeff Shannon
Darsteller: Harrison Ford, Betty Buckley, John Mahoney
Spieldauer: 115 Minuten
Preis: EUR 4,97
(31 Filmbewertungen)
54 neu & gebraucht ab EUR 1,25
00:30 Uhr – arte
Inhalt:
Darsteller: Anne Dorval, Xavier Dolan, Suzanne Clement
Spieldauer: 96 Minuten
Preis: EUR 12,99
(6 Filmbewertungen)
44 neu & gebraucht ab EUR 5,00
00:55 Uhr – vox
Inhalt:
Darsteller: Wesley Snipes, Ryan Phillippe, Jason Statham
Spieldauer: 102 Minuten
Preis: EUR 7,89
(29 Filmbewertungen)
71 neu & gebraucht ab EUR 0,92
02:40 Uhr – vox
Lethal Weapon 1 – Zwei stahlharte Profis
Inhalt: Lethal Weapon — Zwei stahlharte Profis
Mel Gibson avancierte mit diesem 1987 gedrehten Film in der Rolle eines vollkommen verrückten Polizisten, der ausgerechnet dem konservativen Seargant Murthaugh (Danny Glover) zugeteilt wird, zum Star. Der von Richard Donner inszenierte Actionfilm, ist der brutalste in der inzwischen aus vier Teilen bestehenden Serie. Er ist aber auch der Interessanteste.
Die Handlung ist nebensächlich. Wichtiger ist vielmehr, dass — nachdem Gibsons Charakter einen Selbstmörder an sich gekettet hat, um dann mit ihm in die Tiefe zu springen, und später seine Hände von Gary Busey (der einen eiskalten Killer spielt) verbrüht werden, ohne dass sie Schaden nehmen — in diesem Film der Moment kommt, an dem man glaubt, dass alles passieren kann. Was denn auch der Fall ist.
Richard Donners visuell seltsamer, in gewisser Weise unsauberer Inszenierungsstil verleiht dem Film nicht gerade eine angenehme Ästhetik, doch auf diese Art und Weise funktionieren alle vier Filme. Und ihr Erfolg an den Kinokassen hat wohl am eindrucksvollsten bewiesen, dass Donner es richtig gemacht hat. –Tom Keogh
Lethal Weapon 2 — Brennpunkt L.A.
Mit diesem schnell nach dem Erfolg des ersten Teiles gedrehten Sequels hat die Lethal Weapon-Serie bereits ihre Formelhaftigkeit entwickelt. Dies aber macht Teil 2 keinesfalls zu einem schlechten Film. Im Gegenteil. Joe Pesci tritt der Gemeinde bei, Richard Donner führt ein weiteres Mal Regie und Mel Gibson und Danny Glover spielen wieder einmal zwei LAPD-Polizisten, deren Beziehung, im Vergleich zum ersten Teil, enger geworden ist, nachdem Gibsons Charakter gelernt hat, mit der Trauer um seine verstorbene Frau zu Leben. Man kennt die Figuren und braucht sich nicht mehr mit deren Charaktereigenschaften zu befassen. So ist die zweite Geschichte um den tollkühnen Mel und den eher bedächtigen Danny um einiges witziger inszeniert als Teil 1. Diesmal, soviel sei zur Geschichte gesagt, stehen übrigens Drogen schmuggelnde, rassistische südafrikanische Diplomaten im Mittelpunkt der Geschichte, außerdem wird Gibson eine Freundin (Petsy Kensit) zur Seite gestellt.
Alles in allem kommt der Film behaglich daher — bis zum letzten Akt und seinem ultra-harten Showdown zwischen den Guten (die ganz schön etwas einstecken müssen) und den Bösen. Doch Vorsicht: Die FSK 16-Version ist wirklich übel geschnitten! –Tom Keogh
Lethal Weapon 3 — Die Profis sind zurück
Bei Lethal Weapon 3 — Die Profis sind zurück, dem schwächsten der ersten drei Filme dieser Reihe, kann man sich getrost zurücklehnen — es kommt einem so vor, als ob man sich in einem Klassenzimmer immer an den gleichen Platz setzt. Mel Gibson und Danny Glover spielen wieder die zwei Partner innerhalb der Polizei von Los Angeles, von denen der eine immer der Gefahr ins Auge blickt und der andere in Deckung geht (die Sequenz im Parkhaus, in der Mel Gibson versehentlich einen Schalter betätigt und so bei einer Zeitbombe die Uhr beschleunigt, ist unbezahlbar). Joe Pesci spielt wieder eine unentwegt plappernde Nervensäge, und obwohl man die Story so ziemlich vergessen kann, wird der beste neue Spannungspunkt der Reihe eingeführt: eine romantische Beziehung zwischen Mel Gibson und der von Renee Russo gespielten Polizistin, die genauso hart drauf ist wie er. –Tom Keogh
Lethal Weapon 4 — Zwei Profis räumen auf
In diesem vierten und letzten Teil der Lethal Weapon-Serie präsentiert Regisseur Richard Donner Mel Gibson und Danny Glover in ihren Rollen als Martin Riggs und Roger Murtaugh zu einem letzten Hurra in einem Film, der deutlich besser ist als seine Vorgänger. Dieses Mal müssen die beiden gegen Jet Li antreten. Li, Darsteller in Dutzenden von Hong Kong-Actionfilmen, spielt den stillen, aber unbezähmbaren Wah Sing Ku, den Anführer einer chinesischen Gangsterorganisation. Und obwohl Li gegen ein etabliertes Schauspielerensemble, das neben Mel Gibson und Danny Glover unter anderen Renee Russo und Joe Pesci umfaßt, antreten muß, bleibt Lis Darstellung am Ende im Gedächtnis haften.
Wie schon in den vorangegangen Filmen ist auch die Geschichte des vierten Teils simpel: Es wird etwas gestohlen, jemand wird gekillt und Murtaugh wird gegen seinen Willen in die Geschichte hineingezogen, während sich Riggs natürlich mit Vergnügen in den Fall stürzt. Wie schon in den ersten drei Teilen schaut man sich auch Teil vier vor allem wegen der hervorragenden Action und des Zusammenspiels der beiden Hauptfiguren an. Die Actionsequenzen sind exquisit, angefangen mit einer unglaublichen Eröffnungsszene, in der ein durchgedrehter Feuerteufel mit einem Flammenwerfer diverse Häuser anzündet und einen halbnackten, im Hähnchentanz stolzierenden Murtaugh jagt (nicht fragen, anschauen) — bis zum atemberaubenden Showdown, in dem der Film den großartigen Kampfkünsten Jet Lis einen angemessenen Tribut zollt. Und was das Zusammenspiel der beiden Hauptfiguren angeht, so hat man das Gefühl, man schaut die sechste Staffel einer TV-Serie. So vertraut sind die Figuren miteinander, so vertraut sind sie uns Zuschauern.
Der Film bietet darüber hinaus durchgehend Humor, er wird diesmal sogar noch im Vergleich zu den vorherigen Filmen getoppt, indem eine Nebenrolle mit dem amerikanischen Star-Komiker Chris Rock besetzt wurde, der keine Probleme damit hat, sich in das Star-Ensemble einzufügen.
Getragen wird der Film aber ohne wenn und aber von seinen beiden Hauptdarstellern, die sich auf dem absoluten Höhepunkt ihrer Partnerschaft befinden. Obwohl dies ihr letzter gemeinsamer Lethal Weapon-Streifen sein soll, kann man nur hoffen, dass man die beiden nicht zum letzten Mal gemeinsam vor der Kamera gesehen hat. –Jeremy Storey
Darsteller: Mel Gibson, Danny Glover, Gary Busey
Spieldauer: 105 Minuten
Preis: EUR 9,75
(48 Filmbewertungen)
38 neu & gebraucht ab EUR 1,20
03:00 Uhr – Tele5
Colour of the Truth Aktion ab 24.11.05 – DVD-Filme
Inhalt:
Darsteller:
Spieldauer: Minuten
Preis: EUR 6,23
( Filmbewertungen)
19 neu & gebraucht ab EUR 1,50
03:40 Uhr – kabeleins
Inhalt: Die Klapperschlange ist einer jener wenigen Action/Sci-Fi-Filme, die das Prädikat “Meisterwerk” wahrlich verdient haben. 1981 entstanden, hat der Film bis zum heutigen Tage nichts, aber auch wirklich gar nichts von seiner Faszination verloren.
Snake Plissken (Kurt Russell) ist ein ehemaliger Elitesoldat, der in einer Welt der Zukunft (1997, der Film ist 1981 entstanden) verurteilt worden ist, im größten Gefängnis der Welt den Rest seines Lebens zu verbringen. Das Gefängnis ist die Insel Manhattan, ganz New York ist ein riesiger Gefängnisstaat. Manhattan, das bedeutet automatisch lebenslänglich. Genau über der Insel aber wird das Flugzeug des US-Präsident (Donald Pleasence) von Terroristen zum Absturz gebracht. Wird der Präsident nicht gefunden, droht der Dritte Weltkrieg, denn es schwelt ein Konflikt mit China, in dem der Präsident als Person unabdingbar ist. Plissken bekommt ein Angebot: Gelingt es ihm, den Präsidenten aufzuspüren und zu befreien, erhält er als erster Manhattan-Sträfling seine Freiheit zurück.
Plissken ist eine Figur des Italo-Western. Er ist wortkarg. Er kommt in eine Stadt, weil er einen Job zu erledigen hat. Werte besitzt er keine. Er ist ein Killer, der seinen Job erledigt. Für wen er diesen Job erledigt, ist ihm egal. Plissken ist aber kein Comic-Held, der beispielsweise vom Gefühl der Rache getrieben wird. Er ist ein Nihilist — und dies macht ihn vielleicht zum dunkelsten Filmhelden, den das Kino jemals erlebt hat. New York ist in John Carpenters düsterem Zukunftsalbtraum ein untergegangenes Babylon, in dem Hoffnung ein Fremdwort ist. Dass sich ausgerechnet hier das Schicksal der Welt entscheiden soll, ist eine bittersüße Ironie, wie sie in dieser Form nur in den 70ern und eben noch den frühen 80er-Jahren kompromisslos erzählt werden konnte, ohne Zugeständnisse an das Massenpublikum machen zu müssen.
Genau das aber macht diesen Film zu einem Meisterwerk des Genres — jener pessimistische Unterton, der dem Zuschauer von Anfang an ins Ohr flüstert, dass diese Geschichte nicht gut enden kann. Wie sie dann aber endet, welchen zynischen, und doch unendlich genialen Schlussgag sich Carpenter ausgedacht hat — das ist auch Jahrzehnte nach der Fertigstellung dieses Filmes ein Hammer. Die Klapperschlange ist ein Film, ohne den sich keine Action-/Sci-Fi-Filmsammlung als vollständig bezeichnen darf. –Christian Lukas
Darsteller: Kurt Russell, Lee Van Cleef, Donald Pleasence
Spieldauer: 95 Minuten
Preis: EUR 7,99
(64 Filmbewertungen)
8 neu & gebraucht ab EUR 3,95











