Tierzeit – Kondor und Mönchsgeier – Giganten am Himmel
Kondore und Mönchsgeier: Mit Flügelspannweiten von mehr als zwei Metern ziehen sie in Schwindel erregenden Höhen ihre Kreise. Sie sind die Giganten der Lüfte, und ihren wachsamen Augen entgeht nichts. Lange Zeit galten die Geier aus der Alten und Neuen Welt als enge Verwandte, doch mittels genetischer Untersuchungen weiß man heute, dass die einen von den Storchenvögeln und die anderen von Adlern und Falken abstammen. Trotzdem teilen beide Arten ein gemeinsames Schicksal: In ihren Lebensräumen waren sie lange Zeit vom Aussterben bedroht. Doch es besteht Hoffnung: Dirk Steffens stellt zwei sehr erfolgreiche Projekte aus Argentinien und Spanien vor.
Mit einer Flügelspannweite von bis zu drei Metern ist der Andenkondor der größte Greifvogel der Erde, und in der Mythologie der südamerikanischen Ureinwohner ist er ein Symbol für Kraft und Gesundheit. Doch sein Revier wird immer kleiner. In den Anden, der längsten Gebirgskette der Erde, sucht man den heimischen Kondor meist vergeblich. Immer weiter dringt die Landwirtschaft in seine Gefilde vor und mit seinem Revier schrumpft auch das Nahrungsangebot des Aasfressers. Tierkadaver werden schnellstmöglich beseitigt, um Seuchen zu vermeiden, und immer häufiger weicht die Viehzucht dem Tourismus, so dass dem Greifvogel immer weniger Aas zum Fressen bleibt.
Ein Projekt des Zoos von Buenos Aires versucht das Schlimmste zu verhindern. Handnachzuchten sind dabei der Schlüssel zum Erfolg. Eier aus den zooeigenen Kondorgelegen werden künstlich erbrütet und der Nachwuchs mit Hilfe von Handpuppen großgezogen. Eine mühsame Arbeit, die sich lohnt. Mehrere Kondore konnten so bereits ausgewildert werden.
Genauso erfolgreich sind die Geierschützer auf der Sonneninsel Mallorca. Dirk Steffens besucht die wilde Seite der Insel. Sein Weg führt ihn in das Reich der seltenen Mönchsgeier ins Bergmassiv der Tramuntana. Vor 20 Jahren waren dort die größten Greifvögel Europas fast ausgestorben, bedroht durch den Tourismus und Giftköder von Jägern. Engagierten Biologen wie Evelyn Tewes ist es gelungen, etliche Tiere auszuwildern und den Bestand wieder zu vergrößern. Heute kreisen rund 80 Mönchsgeier über Mallorca.
Bei seiner Reise zu den Alt- und Neuweltgeiern erfährt Dirk Steffens auch, wieso sich Andenkondor und Mönchsgeier so ähnlich entwickelt haben, obwohl sie nicht miteinander verwandt sind…
Dirk Steffens ist das neue Gesicht bei VOX. Der Wahlkölner ist als TV-Autor und -Produzent sowohl in der Welt als auch in der Fernsehlandschaft weit herumgekommen. Er stand bei zahlreichen Beiträgen für “tierzeit”, “Voxtours” und “Wolkenlos” sowie für Produktionen der Sender ZDF, WDR und Arte hinter der Kamera. Seit 2004 ist er für das ZDF-Magazin “Reiselust” als Reporter unterwegs. Nach einem Politik- und Geschichtsstudium absolvierte der gebürtige Stader zunächst ein Volontariat an der Kölner Journalistenschule. Später folgten Stellen als Nachrichten- und Politikredakteur bei VOX, dem WDR und Deutschlandfunk und als Radiomoderator des SWF 3. Seit 1995 ist Dirk Steffens TV- Autor und – Produzent für deutsche und internationale Sender, seit 2002 auch “tierzeit”- Autor. Nach seiner Moderation der Wild- Life- Reportage “Wilde Europäer” bei VOX wird er ab Januar 2005 nun die Moderation des Magazins “tierzeit” übernehmen.
| Datum | Uhrzeit | Sender | Laufzeit |
| 03.06.2006 | 18:00 Uhr | vox | 30 Minuten |
| 04.06.2006 | 14:05 Uhr | vox | 30 Minuten |




