Mallorca, Insel der Pferde
Der Dokumentarfilm zeigt ein Porträt der Mittelmeerinsel Mallorca abseits jener Touristenziele, die mit Sonne und Strand jedes Jahr Millionen europäischer Besucher anlocken. Der Alltag von Pferdezüchtern, Trainern, professionellen Reitern und hoffnungsvollen Talenten, ihre Begegnungen auf dem Land und auf der Rennbahn, machen eine vielfältige Kulturlandschaft sichtbar, die kaum jemand kennt. Der Trabrennsport ist die große Leidenschaft der Mallorquiner, und er zieht auf der Insel mehr Zuschauer in seinen Bann als Fußball.
Dieser Film erzählt über die große – und den meisten Mallorca-Reisenden völlig unbekannte – Leidenschaft der Mallorquiner: den Trabrennsport. Er begeistert auf der Insel mehr Fans als der Fußball. Die Trabrennen haben ihren Ursprung im Inneren der Insel – als bäuerliche Wagenrennen auf dem Weg zum Markt. Die Begeisterung für diese Pferde hat sogar eine eigene Rasse hervorgebracht: den “Mallorquinischen Traber”. 400 Fohlen dieser Rasse werden jedes Jahr geboren. Das erste Trabrennen auf Mallorca fand schon 1878 in Artá, einem Dorf im Westen der Insel statt. Richtig populär aber wurde der Trabrennsport erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als von Frankreich die ersten Sulkys und eine größere Anzahl Traber nach Mallorca gelangten. “Mallorca, Insel der Pferde” zeigt ein Porträt der Mittelmeerinsel, abseits jener Touristenziele. Er zeigt den Alltag von Pferdezüchtern, Trainern, professionellen Reitern und hoffnungsvollen Talenten, ihr Leben auf dem Land und auf der Rennbahn.
Eine Hauptfigur des Films ist der mallorquinische Trabrennfahrer Joan Antoni Riera, der bereits viele internationale Rennen gefahren ist und auf der Trabrennbahn von Palma di Mallorca vor zwei Jahren Europameister wurde. Man nennt ihn den “Zauberer von Manacor”, wegen seiner außergewöhnlichen Gabe im Umgang mit Pferden. Die Dokumentation führt in Ställe und Gestüte, dorthin, wo die Pferdeleidenschaft von den Vätern an die Söhne weitergegeben wird. “Heute ist das Pferd der Herr, und wir arbeiten für ihn”, versichert ein Züchter. Für viele ihrer Anhänger ist die Welt der Pferde eine “Art zu leben, eine Religion, eine Droge”. Trab ist kein Galopp, aber auch kein Schritt. Er ist ruhig und gelassen, ein Sinnbild für mallorquinisches Lebensgefühl.
Synchronfassung, Erstausstrahlung




