Cala Millor

Cala Millor: Mallorcas „beste Bucht“ im Inselosten

Zwar sollte man in Hinsicht auf die Verwendung von Superlativen angesichts der zahlreichen traumhaften Badebuchten auf der mit gut 3600 Km² größten Baleareninsel Mallorca durchaus etwas zurückhaltend sein, der Name der gut zwei Kilometer langen Bucht mit ihren verschiedenen feinsandigen Stränden auf dem Gebiet der beiden Gemeinden Son Servera und San Lorenzo de Cardessar in der Comarca Llevant im Osten der Insel scheint aufgrund der tatsächlich traumhaften Erscheinung mit „beste Bucht“ jedoch wirklich gut gewählt worden zu sein. Dabei ist die Konkurrenz speziell in dieser von zahlreichen natürlichen und geschützten Buchten, Häfen und Stränden geprägten mallorquinischen Region wahrlich nicht zu unterschätzen. Auch viele weitere bekannte Bade- und Ferienorte an der Ostküste wie etwa Manacor, Porto Cristo, S’Illot, Cala Rajada, Cales de Mallorca und Felanitx können sehr sehenswerte Strände und benutzerfreundliche Badestellen vorweisen, in Cala Millor jedoch ist der Strand eben noch etwas länger, breiter und feiner. Dort hat man auch schon früher als woanders die Zeichen der damaligen Zeit erkannt, und den Ausbau des einstigen schläfrigen Fischerdorfes zur international begehrten Badedestination bereits in den 1930er Jahren weitblickend und zielstrebig verfolgt.

Trotz Bauboom ist Cala Millor angenehm und liebenswert

Zwischen den 1960er und 1970er Jahren entstanden dann wie vielerorts auf der Insel auch in Cala Millor die das Ambiente heute noch charakterisierenden, ästhetisch nicht immer vollkommen gelungenen, mittlerweile aber zum Teil wieder abgerissenen oder zurückgebauten großen Hotelanlagen und die bis heute beliebte lange Flaniermeile und Uferpromenade „Joan Llinàs“. Auch zahlreiche Restaurants, Cafés, Bars, Klubs, Diskotheken, Geschäfte, Läden und Boutiquen sprossen fast wie Pilze aus dem Boden, um den Ansprüchen und Bedürfnissen der von Jahr zu Jahr zahlreicher in den Ort strömenden Gäste gerecht zu werden. Heute leben ca. 5600 Einwohner in Cala Millor, darunter auch ein paar Hundert deutsche und britische Residenten und Dauerurlauber, die den Ort teilweise durchaus prägen und sich auch regelmäßig in eigenen Sportvereinen (Tennis) treffen. Ein großer sportlicher Anziehungspunkt in Cala Millor ist auch die vom ehemaligen Profi und Bundestrainer Rudi Völler gegründete und sehr erfolgreich arbeitende Fußballschule, in den bereits über 10 000 Kinder und Jugendliche professionell geleitete Kurse besucht haben, gerade für Familien mit entsprechend interessiertem Nachwuchs kann dieses Angebot natürlich ein guter Grund sein, den Sommerurlaub in Cala Millor zu verbringen.

Ob faul am Strand oder aktiv durchs Land: In Cala Millor gibt es allerhand

Auch sonst ist der Ort bestens für das Freizeitvergnügen seiner jüngeren und älteren Gäste gerüstet. Moderne Kinderspielplätze, drei Golfplätze, Fahrrad-, Buggy- und Jetskiverleih, eine deutschsprachige Tennisschule, diverse Wanderwege durch die nahe Mittelgebirgskette Serres de Llevant, ein Reiterhof, regelmäßige Aufführungen, Ausstellungen und Veranstaltungen im lokalen Theater- und Kulturhaus „Auditòrium Sa Màniga“, der Wochenmarkt in der Carrer de Na Penyal sowie das Volksfest „Nostra Senyora dels Àngels“ Anfang August und die Touristenfeste „Festes del Turista“ Ende September mit Musik, Tanz, Sport und Feuerwerk sind garantiert die besten Mittel gegen eventuelle Langeweile, sollte einen diese nach ein paar Tagen herrlichem Nichtstun an den vier Stränden Arenal de Son Servera, Platja de Sant Llorenç, Son Moro und Cala Nau plötzlich und unerwartet überkommen. Empfehlenswert ist auch ein Ausflug in den nördlich benachbarten Ort Cala Bona, dessen über 500 Meter langer Strand und der moderne Sporthafen beide das renommierte Gütesiegel „Blaue Flagge“ für gute Wasserqualität und gewissenhaften Umweltschutz für sich in Anspruch nehmen können. Hier geht es meistens etwas ruhiger zu als in Cala Millor, allerdings sind beide Orte mehr oder weniger im Laufe der Zeit und touristischen Baumaßnahmen fast schon miteinander verschmolzen, als Höhepunkt des jährlichen Festkalenders gilt die feierliche Meeresprozession „Nostra Senyora del Carme“, bei der die Schutzheilige der Seeleute am 16. Juli aufwendig und farbenfroh geehrt wird.

Foto: froxx, photodune.net